
Du hast ein Gefühl. Ein ziemlich klares sogar.
Dann fragst du deine Freundin. Anschließend noch eine zweite, weil die erste etwas gesagt hat, das du nicht hören wolltest. Du googelst, ziehst eine Karte und schaust vorsichtshalber nach, ob Merkur rückläufig ist.
Jetzt hast du sieben Meinungen, zwölf offene Tabs und überhaupt keine Ahnung mehr, was du ursprünglich wolltest.
Herzlichen Glückwunsch: Du hast dein Bauchgefühl erfolgreich in eine Gruppendiskussion verwandelt.
Dabei darf deine eigene Stimme ruhig auch einen Redeanteil bekommen.
Die innere Hexe hat keine Lust mehr auf „Was sollen die Leute denken?“
Mit „innerer Hexe“ meine ich diesen eigensinnigen Teil in dir, der gelegentlich ziemlich unbequem wird.
Der merkt, dass du gerade lächelst, obwohl du lieber gehen würdest. Der bei einer weiteren Bitte denkt: „Ernsthaft jetzt?“ Und der längst weiß, dass dein „Ich überlege es mir“ eigentlich ein Nein mit hübscher Verpackung ist.
Leider wurde dieser Teil bei vielen von uns früh zur Ordnung gerufen:
Sei nett. Stell dich nicht so an. Mach keinen Ärger.
Und bitte spüre deine Bedürfnisse möglichst so, dass niemand seine Pläne ändern muss.
Kein Wunder, dass wir manchmal mehr Übung darin haben, andere zufriedenzustellen, als uns selbst zuzuhören.
Die gute Nachricht: Du kannst das wieder üben. Auch ohne Hexenhut. Obwohl der bei manchen Familienfeiern durchaus ein Statement wäre.
Intuition oder inneres Drama? Erst mal zuhören.
Natürlich ist nicht jeder spontane Gedanke eine Botschaft aus deiner tiefsten Weisheit. Manchmal bist du müde, genervt oder möchtest einfach gerade deine Ruhe.
Das macht dein Gefühl nicht wertlos. Es lohnt sich nur, genauer hinzuhören.
Drei Fragen helfen dir dabei:
- Was nehme ich gerade wahr? Einen konkreten Satz, ein Verhalten, Druck im Bauch? Oder male ich mir bereits fünf mögliche Katastrophen aus?
- Was brauche ich? Mehr Informationen, eine Pause, Abstand oder eine klare Grenze?
- Was wäre ein kleiner nächster Schritt? Nachfragen, eine Nacht darüber schlafen oder erst einmal unverbindlich ausprobieren?
Du musst weder jedes Gefühl sofort befolgen noch es wegdiskutieren.
Selbstvertrauen heißt auch, die eigene Wahrnehmung ernst zu nehmen und sie anschließend zu prüfen. Du darfst dazulernen. Du darfst deine Meinung ändern. Dein innerer Kompass verliert deshalb nicht gleich seine Betriebserlaubnis.
Drei Sätze, die du dir ausleihen darfst
Besonders spannend wird Selbstvertrauen ja dort, wo jemand anderes etwas von dir möchte.
Für diesen Moment brauchst du keine perfekte Rede. Versuch es mit:
„Ich sage dir morgen Bescheid.“
Für alle Zusagen, die dir sonst aus dem Mund fallen, bevor du überhaupt nachgedacht hast.
„Das passt für mich nicht.“
Ja, der Satz darf dort enden. Du musst keine dreiteilige Dokumentation über deine Beweggründe einreichen.
„Ich möchte das erst einmal ausprobieren.“
Für Wünsche, die keine hundertprozentige Erfolgsgarantie mitbringen. Also ungefähr alle.
Vielleicht fühlt sich das anfangs ungewohnt an. Verständlich. Wer jahrelang automatisch Ja gesagt hat, findet ein ausgesprochenes Nein manchmal erstaunlich laut.
Auch wenn es ganz normal gesprochen wurde.
Dein Drei-Minuten-Date mit dir selbst
Handy weg. Füße auf den Boden. Wenn du magst, eine Hand aufs Herz.
Schreib diesen Satz zu Ende:
„Wenn ich mich gerade nicht rechtfertigen müsste, würde ich …“
Dann lies deine Antwort und frage dich:
„Welchen kleinen Teil davon kann ich heute umsetzen?“
Zehn Minuten Ruhe nehmen. Eine Bitte ablehnen. Endlich eine Frage stellen. Die Unterlagen für eine Idee zusammensuchen.
Es muss nicht gleich die Kündigung mit anschließendem Umzug in eine Waldhütte sein. Du darfst mit einem freien Nachmittag anfangen.
Und was hat der Hoodie damit zu tun?
Auf seinem Rücken steht: Trust the Magic Within.
Ein schöner Satz für die Tage, an denen du deine eigene Stimme wieder hinter sämtlichen anderen Meinungen geparkt hast.
Der Hoodie trifft keine Entscheidungen für dich. Aber vielleicht erinnert dich das Motiv beim Anziehen daran, heute einmal weniger nach Erlaubnis zu fragen.
Mond, Sterne, Kristalle und Blumen dürfen dabei einfach schön sein. Du musst dir auch nicht für jedes Glitzern eine tiefere Bedeutung erarbeiten. Manchmal reicht: „Gefällt mir. Will ich tragen.“
Das wäre übrigens schon eine ziemlich klare eigene Entscheidung.
👉 Hier findest du den „Trust the Magic Within“-Zip-Hoodie im SeelenraumStore.
